Habit

Die Regel schrieb eine einheitliche Farbe für die Kleidung der Brüder vor. Ausser der Leibwäsche besaß jedes Ordensmitglied noch eine lange Tunika als Hausgewand (möglicherweise mit Kapuze), einen Waffenrock für den Kriegseinsatz und zwei Mäntel (ohne Kapuze): einen für den Sommer und einen für den Winter. Der weisse Mantel war für die Ritterbrüder reserviert. Die Farbe symbolisierte das Verlassen der Welt und das Keuschheitsgelübde. Die Servienten, die auf Zeit dienenden Ritter und die Kapläne trugen ein braunes oder schwarzes Gewand. Das rote Kreuz zum Zeichen ihres Martyriums wurde den Templern erst im Jahre 1147 verliehen. Alle Ordensmitglieder trugen es vorn und hinten auf dem Waffenrock und auf der linken Seite des Mantels.

Alfons-der-Weise-Schachbuch-Templerdarstellung

Li.: Zwei Templer beim Schachspiel aus dem Libro de los Juegos, fol. 25r, von Alfonso el Sabio, König von Kastilien-Leon aus dem 13. Jh. / Re.: Ein Servient als Komtur, aus dem Capbreu von Argelers, 1296.

...

Li.: Templerservienten im schwarzen Habit, Re.: Ritterbrüder im weißen Mantel, Steinsarkophag von Vilalcazar de Sirga, Spanien, 13. Jh. (Photos: H. Walther)

 

Halberstadt (Komturei, Deutschland)

An diesem Ort im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt befand sich wahrscheinlich die älteste nachweisbare Komturei des Templerordens in Mitteldeutschland. Die ersten Nachrichten zum Wirken des Ordens hier sind in den Zeitraum von 1201 bis 1208 einzuordnen. Konrad von Krosigk, seit 1201 Bischof von Halberstadt, schloss sich in Venedig dem Heer des Vierten Kreuzzugs an, der in der Eroberung von Konstantinopel gipfelte. Der Bischof brachte von dieser Unternehmung nicht nur wertvolle Reliquien nach Halberstadt, sondern beschloss in deren Folge auch, die Templer hier anzusiedeln. 1205 übereignete Bischof Konrad dem Templerorden das Haus des heiligen Burchard (Schmitt S. 148, Widmer, S. 3, Lehmann/Patzner, S. 46)

Im Jahr 1208 erfolgte auf Veranlassung Bischof Konrads ein Gütertausch zwischen den Zisterzienserinnen, denen der Bischof bei ihrer Einführung in seine Diözese im Jahr 1206 Kloster und Kirche von St. Jakob innerhalb von Halberstadt zugewiesen hatte, und dem an den Templerorden bisher überlassenen Haus, bei der Kirche St. Thomas. Anlässlich dieses Gütertausches wird die Niederlassung der Templer im Haus des Heiligen Burchard als bei der Kirche St. Thomas vor den Stadtmauern gelegen beschrieben (Urkundenbuch der Stadt Halberstadt Seite 18 Nr. 16). Das bedeutet also, dass hier Güter innerhalb der Stadtmauern (Zisterzienserinnen) gegen Güter außerhalb der Stadtmauern (Templerniederlassung) getauscht wurden. Die vom Bischof Konrad darüber ausgestellte Urkunde gibt auch Hinweise zum damaligen Stand der Organisation des Templerordens in Deutschland.
So existierte zu Beginn des 13. Jh.s noch keine selbständige Ordensprovinz für die deutschen Besitzungen - die Genehmigung für den Gütertausch muss in Frankreich eingeholt werden; für Deutschland amtiert lediglich ein Provisor.

Der durchgeführte Gütertausch erfolgte jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Denn kaum war ein Streit zwischen den Templerbrüdern und dem Zisterzienserinnenkloster wegen einiger Güter auf dem Langensteiner Felde, zu Neindorf und an dem Flüsschen Holzemme dahin gehend geschlichtet worden, dass die Nonnen im Besitz der Güter bleiben durften, dafür den Templern aber 20 Mark Entschädigung zu zahlen hatten, brachen neue Differenzen auf. So beschuldigte Goswin, Probst des Nonnenklosters, die Templer, sie hätten beim Verlassen ihres bisherigen Hauses verschiedene kirchliche und weltliche Gegenstände widerrechtlich mitgenommen, was von den Beklagten jedoch bestritten wurde. Bischof Friedrich von Halberstadt beschloss, den Streitfall mittels der Feuerprobe zu regen. Hierbei ist allerdings merkwürdig, dass nicht die Beschuldigten, zum Beweis ihrer Unschuld die Probe erbringen mussten, sondern der Probst Goswin als Ankläger. Dem zeitgenössischen Bericht zufolge habe er sogar bereitwillig am 14.07.1214 glühende Eisen vom Altar des Heiligen Stephan durch das Kirchenschiff des Doms zum Marienaltar getragen. Als der Probst unverletzt blieb, hätten die Templer ihre Schuld eingestanden (Urkundenbuch der Stadt Halberstadt S. 23 Nr. 19 u. S. 426 - 42, Nr. 478) Die diesen Sachverhalt wiedergebenden Urkunden werden infolge einiger Unstimmigkeiten nicht nur von Ledebur (1835) als "höchst merkwürdig" bezeichnet, sondern auch vom Herausgeber des Urkundenbuches von Halberstadt, Dr. Gustav Schmidt, als unecht oder zumindest schlecht kopiert befunden.

Die Templerniederlassung in Halberstadt bestand aus einem Komplex von Gebäuden. Dazu kam im Laufe der Zeit ein sehr ausgedehnter Besitz in der gesamten Umgebung.

I. Klein- Quenstedt = Güter siehe dort
II. Ergstedt = Hofstätte und Land siehe dort
III. Niendorf = Besitzungen siehe dort

Die Existenz der Niederlassung in Halberstadt endete am 26.04.1306, als Provinzmeister Friedrich von Alvensleben aus Gründen der Finanznot des Ordens den dortigen Hof mit allen dazu gehörigen Gütern an die Brüder von Vrekeleben für 950 Mark Stendaler Silber verkaufte. (Urkundenorignal: Landeshauptarchiv Sachsen- Anhalt, Abteilung Magdeburg, Rep. U 8 Stadt Halberstadt, ihre Kollegialstifte, Kirchen, Klöster und Hospitäler,N Nr. 03)
Die Verkaufsurkunde zeigt den seit Gründung der Komturei angewachsenen Besitz (Ledebur, S. 257 - 261) :

I. eine Hufe im Flurbezirk Halberstadt
II. zwei Hufe in Wehrstede
III. eine Mühle samt Weidenschlägen, Äcker und Wiesen in
Widecke
IV. diverse Hofstätten, eine Mühle usw. in Groß- Quenstedt
V. zwei Hufen und eine Hofstätte in Klein- Quenstedt
VI. je eine Hufe in Ober- und Unter- Ronstedt
VII. vier Hufe in Wiboye
VIII. zwei Hufe und eine Hofstätte in Klein- Harsleben
IX. eine Hufe und eine Hofstätte in Erchstedt
X. eine Hufe und eine Hofstätte in Ströbeck
XI. der Zehnt von zwanzig Hufen in Niendorf

Artikel von F. Sengstock 

 
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Quellen und weiterführende Literatur

 

Anselm v. Havelberg

Der Prämonstratenserabt lobte den Templerorden in ähnlichen Worten wie der Heilige Bernhard von Clairvaux und erklärte, daß er ihn für gleichberechtigt mit den monastischen Orden halte.

Quelle

 

Heiliges Land

Im Heiligen Land, genauer gesagt im neu gegründeten Königreich Jerusalem, nahm der Orden der Templer zu Beginn des 12. Jahrhunderts seine noch bescheidenen Anfänge. Das Hauptquartier des gesamten Ordens befand sich zunächst in Jerusalem, wo es bis zum Verlust der Stadt an Sultan Saladin 1187 verblieb. Anschliessend wurde die Zentrale des Ordens nach Akkon verlegt, nach dem Fall dieser Stadt für einige Jahre bis zum Ende des Ordens nach Zypern.

Im Bereich der Kreuzfahrerstaaten befanden sich insgesamt sechs Ordensprovinzen: neben Zypern, Antiochia und Armenien noch die Grafschaft Tripolis und das Königreich Jerusalem. Die Stadt Jerusalem als Zentrum des Ordens und wichtigster Punkt der Christenheit dieser Epoche war quasi eine eigene Provinz, die dem Komtur von Jerusalem unterstand.

Abgesehen von befestigten Arealen innerhalb der großen Städte, wie Akkon oder Tortosa, besaßen die Templer auch einige Burgen auf dem freien Land, die dem Schutz von Pilger- und Handesrouten dienten (wie zum Beispiel Chastellet und Castrum Dumi in der Nähe des Jordans, oder Toron de Chevaliers an der Straße von Jerusalem nach Jericho oder Safed in Galiläa, oder das Château de Pelerin, Cafarlet, Le Destroit an der Küste) und der Grenzsicherung (zum Beispiel im damaligen Fürstentum Antiochia: Gaston, Roche Guillaume, Roche de Roissel und Darbsak, sowie Chastel Blanc im heutigen Syrien).

Die Templer waren (wie auch die übrigen Ritterorden) durch ihre straffe Disziplin und ihr ausgezeichnetes Training während der gesamten Lebensdauer der Kreuzfahrerstaaten eine entscheidende militärische Macht. Nach der Schlacht von Hattin befahl Saladin die Hinrichtung aller Templer mit Ausnahme des Ordensmeisters. Das zeitgenössische "Itinerarium peregrinorum et gesta regis Richardi" beschreibt das Geschehen vom Standpunkt der Templer aus (anders als etwa die berühmtere Geschichte Wilhelms von Tyrus) und stellt den Tod der Ordensbrüder als Martyrium dar. Ein wunderbares himmlisches Licht habe drei Tage über den Toten geleuchtet.

Quellen und weiterführende Literatur

 

Hierarchie

Die hierarchische Organisation der Templer war zwischen Okzident und Orient geteilt. An der Spitze befand sich der Meister, der im Orient den Seneschall direkt unter sich hatte, seinen Stellvertreter im Falle der eigenen Abwesenheit. Es folgten die übrigen Würdenträger: der Marschall, der Komtur des Königreichs Jerusalem, der Komtur der Stadt Jerusalem, die Komture von Antiochia und Tripolies und der Drapier. Sie bildeten den Rat oder das sogenannte Kapitel des Meisters. Unter dem Kommando des Marschalls standen die Servienten, der Turkopolier ebenso wie die einheimischen Hilfstruppen, der Unter-Marschall und der Gonfalonier. Unter dem Kommando des Komturs des Königreiches Jerusalem befand sich auch der Hafen von Akko und die gesamte Flotte des Ordens. Der Okzident insgesamt zu Anfang, bzw. jede Provinz im Okzident hatte einen Visitator, der vom Meister ernannt wurde, und der das regelgemäße Leben der Brüder überprüfte. Provinzmeister leiteten die einzelnen Ordensprovinzen, die wiederum in Unter-Provinzen oder Baillien unterteilt waren. Unter dem direkten Befehl der Provinzmeister standen die Komture der einzelnen Ordenshäuser. Zu verschiedenen Gelegenheiten versammelte sich das Generalkapitel des Ordens. Aber auch die Provinzmeister hatten das Recht, für ihren Jurisdiktionsbereich jährliche Kapitel einzuberufen.

 

Hönningen (Komturei, Deutschland)

Bad Hönningen ist heute eine Stadt im Landkreis Neuwied, Bundesland Rheinland- Pfalz. Im gleichen Bundesland existiert außerdem der Ort Hönningen (Landkreis Ahrweiler). Auch verwendet die einschlägige FachQuellen und weiterführende Literatur meist nur den Ortsnamen Hönningen, so dass es zu Unklarheiten kommen kann. Grund des Problems ist die Tatsache, dass die damalige Gemeinde Hönningen erst 1950 von der Landesregierung den Titel "Bad" erhalten hat. Als Orientierungshilfe kann die nicht von der Hand zu weisende Verbindung zwischen Bad Hönningen und Bad Breisig herangezogen werden. Beide Orte liegen in unmittelbarer Nachbarschaft und sind nur durch den Rhein getrennt. Um der Geschichte weitgehendst zu entsprechen wird in den weiteren Ausführungen der alte Ortsname Hönningen bzw. Hoyngin verwendet.

Den vorhandenen Unterlagen folgend, scheint die Hönninger Niederlassung der Templer bereits vor 1225 bestanden zu haben. Sie könnte damit als
eine der ältesten im früheren deutschen Reich gelten. Den ersten Hinweis auf die Templer von Hönningen findet man in einem Urbar der Prämonstratensabtei St. Pantaleon in Köln, das vor 1225 fertiggestellt wurde. Es heißt dort: "Folgende sind die Einlöser des Weinzinses zu Hoyngin: "Die Herrn von Rommersdorf 3 Maß, der Hof von Herkinheld (Arienheller) 17 Viertelmaß, die Gäste vom Tempel 8 Viertelmaß (=ca. 40 Liter)". Die Abtei hatte den Templern demnach Weingärten verpachtet hatte und erhielt dafür 8 Viertelmaß Wein als Pacht.
Bei diesem Pachtverhältnis sollte es noch sehr lange bleiben, denn die Verbindlichkeit der Tempelherren (bzw. deren Rechtsnachfolger) zugunsten von St. Pantaleon wird auch noch in einer Urkunde aus dem Jahr 1335 erwähnt, als die Hönninger Güter der Pantaleonsabtei auf dem Tauschweg in die Verfügungsmacht der Prämonstratenserabtei Rommersdorf gelangten (St. A. Ko. = Staatsarchiv Koblenz: 162/218). Nur kurze Zeit nach der Erwähnung in dem genannten Kölner Urbar, nämlich am 12.03.1227, schenkte der Kreuzfahrer Graf Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthilde sowie eine Witwe von Lois (Looz) - Ada mit Vornamen - dem Templerorden ihre "Rechte an den Gütern des Ritters von der Mühle (de Molandino), mit Ausnahme jener, die zum Gertrudenhof in Brole (Rheinbrohl) gehörten, auf dessen Vogteirechte der Graf Heinrich nicht verzichten will (MRR II = Mittelrheinische Regesten, 1748)". Dem Wappen der gesiegelten Urkunde nach, könnte die Gräfin Ada eine Sayner Tochter gewesen sein. Beweis für das frühe Vorhandensein von Mühle und Tempelhof mag eine Deutschherrenurkunde vom 25. März 1305 sein, in der die Vertragspartner von ihrem eignen Land "gelegen an der Erkenbach, dem Hause der Tempelherren gegenüber" sprechen. Da ein Erkenbach identisch mit einem Mühlenbach ist, liegt es nah zu vermuten, dass der Tempelhof ein früherer Besitz des Ritters von der Mühle gewesen ist. Spätestens in den 60er Jahren des 13. Jahrhunderts war das Haus von Hönningen Komturei geworden. Eine Urkunde aus dem Jahr 1268 bezüglich des Verkaufes eines Erbzinses erwähnt "den Komtur und Rektor der Häuser der Miliz des Tempels in Hoyngen und in Briske (=Breisig)". Dabei handelt es sich wahrscheinlich um den Verkauf eines Zinses aus dem Haus in Frankfurt an das Kloster Thron (Codex dipl. Moenofrancofurtanus, a.a.O. Nr. 483). Die Urkunde zeigt überdies die enge Verbindung der beiden Niederlassungen in Hönningen und Niederbreisig an.
Der Ausbau des Besitzes der Komturei Hönningen erfolgte auf diversen Wegen. 1273 beispielsweise überreichten Gerlach von Isenburg und dessen Gemahlin Elisabeth den Templern einen Schuldschein über 13 Mark Sterling. Gewissermaßen als Zinsen für das erhaltene Geld geben sie dem Orden dafür die Berechtigung, bis zur Rückzahlung der Summe in der Hönninger Gemarkung 400 Schafe - alt und jung - zu halten (MRR III, 2782 St. A. Ko. 55 c 2/2). Die Erlaubnis zur Haltung von 400 Schafen lässt auf eine relativ große Wollproduktion schließen, welche in den Händen des Templerordens von Hönningen lag. Es kann vermutet werden, dass die Komturei damit die Ordensmitglieder im heiligem Land unterstützte bzw. den entsprechenden Eigenbedarf im Abendland damit abdeckte. In wie weit Hönningen dazu in ihren Responsorien verpflichtet war, ist jedoch unklar. Wie wenig Eile zum Beispiel die Arensfelder es mit der Rückzahlung (oder die Templer mit der Rückforderung) der Schuld hatten, ergibt eine weitere Urkunde (St.A.Ko. 55 c 2/3) vom 26.März 1306, als Johann von Arenfels und seine Gemahlin Katharina - die Nachkommen des genannten Gerlach - die gleiche Schuld und deren Rechtsfolgen gegenüber den Templern bestätigten. Zu den Zeugen der letztgenannten Urkunde zählen unter anderem der Templergeistliche Theoderich, die Brüder Gerlach von Hersel und Konrad von Breisich sowie Dodo, der Schultheiß von Hönningen.
Neben Schafhaltung betrieb der Templerorden auch Weinanbau in den der Komturei Hönningen zugeordneten Gebieten. Dies geht aus einer Urkunde aus dem Jahr 1283 (Goerz, a.a.O. IV, Nr. 1064) hervor. In dieser verzichtet Gerlach von Isenburg und seine Frau Elisabeth auf ihr Lehensrecht an dem von Johannes den Templern verkauften Weinberg daselbst, der "Ditwinesberg" genannt wurde.

Urkundlich nachweisbar war Hönningen 1317 Sitz eines Johanniterkomturs und für die Rentenzahlungen an die ehemaligen dort lebenden Templer verantwortlich. Das Grundstück des damaligen Templerhofes befindet sich heute in Privatbesitz und ist somit der Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.

Komture von Hönningen (und Breisig):

1268 Hildebrand (Codex dipl. Moenofrancofurtanus, a.a.O, Nr. 277)
1298 / 1299 Gerlach von Hammerstein (MRR IV, 2845 und Goerz, a.a.O. IV, Nr. 1715 und 2845).
1303 N. von Blawustein

Artikel von F. Sengstock

 
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Quellen und weiterführende Literatur

 

Huesca (Komturei, Spanien)

Bereits in der 1143 den Erbschaftsstreit von Aragon regelnden Urkunde wurden den Templern Anteile an den königlichen Einkünften von Huesca zugesichert. In der Folgezeit erwarb der Orden Häuser und Ladenwerkstätten im später 'Barrio del Temple' genannten städtischen Areal, sowie weiteres Eigentum in der Vorstadt von Huesca ab dem Ende des 12. Jahrhunderts. Auch Donaten sorgten für einen Anwachs des Besitzes, sowie Kaufaktionen. 1179 folgte das Patronatsrecht an der Kirche von Algás und 1289 ging die Ortschaft Torres de Segre durch Erbschaft an die Komturei von Huesca.

Im Laufe der Existenz der Komturei blieben Konflikte mit umgebenden Mächten nicht aus. Im Jahr 1200 mußte beispielsweise der Papst dem Bischof von Lérida befehlen, den Friedhof der Ordensbrüder in Huesca zu weihen, ein Akt, auf den die Templer seit der Bulle Omne Datum Optimum Anrecht hatten. 1284 beklagten sich unter anderem die Einwohner von Huesca über ungerechte Zollerhebungen der Templer in Monzón und Tortosa. Ein Inventar des Ordenshauses aus dem Jahr 1289 zeigt, daß säumige Pächter zum Teil mit königlicher Hilfe an ihre Zahlungspflicht erinnert wurden - offenbar hatte der Orden selbst nicht genügend militärisches Potential, um dies erledigen zu können. Ein zweischneidiges Schwert, weshalb sich der Komtur auch bei solchen Hilferufen verbriefen ließ, daß durch das Eingreifen des Königs keine Einbußen in den sonsten Rechten und Privilegien des Ordens entstünden.

Komture von Huesca (nach Forey, Templars in the Corona de Aragon):

~1171 Ramon de Cervera
~1174-1176 Nuño
~1176-1178 Guillem de Serón
~1178 Nuño
~1179-1181 García de Borja
~1181-1184 Guillem de Serón
~1185 Pere Ralph
~1186-1192 Nuño
~1192-1194 Bertrand deVilafraser
~1195 Bernard de Serón
~1196-1197 Guillem de Serón
~1199-1200 Bernard de Serón
~1200 Gaucebert de Serra
~1203 Albert
~1204-1206 Guillem de Montredón
~1206-1207 Aymeric d'Estuga
~1208-1209 Estephan de Bot
~1210 A. Salamón
~1210 Guy
~1212-1215 Orella
~1215-1221 Juan de Corzano
~1221 Aymeric d'Estuga
~1222 Guillem Folz
~1224-1227 Gaucelino
~1228 Pere de Torá
~1213 Archibald de Sana
~1232-1233 Guillem de Palau
~1235-1240 Ponç de Magalas
~1241 Sancho de Hueso
~1243-1244 Ponç Maltos
~1245-1248 Sancho de Hueso
~1251-1255 García Arnold
~1255 Guillem de Alcalá
~1258-1262 García Arnold
~1263-1264 Bernard de Montlaur
~1265-1266 Dalmau de Serón
~1266 Guillem de Miravet
~1275 Guillem de Benages
~1277 Guillem de Montgrí
~1289 Pere de Villalba
~1293-1301 Pere de Tous
~1306 Bernard de Montolíu


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